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Politik


Donnerstag, 3. Juli 2008

Wahlkampfstrategie gesucht
Sorge über Unions-Werte


Der CSU-Vorsitzende Erwin Huber ist besorgt über die schwachen Umfragewerte der Union. CDU und CSU dürften sich nicht auf die Popularität der Bundeskanzlerin verlassen, sondern müssten ihr Parteiprofil schärfen. Ein allein auf Angela Merkel zugeschnittener Bundestagswahlkampf werde 2009 nicht zum Sieg führen, sagte Huber der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
 
"Die Union wird ungewöhnlich schwach gemessen, zumal sie eigentlich von der extremen Sklerose der SPD profitieren und mindestens bei 40 Prozent liegen müsste. Das muss uns Sorgen machen", sagte Huber. Es sei falsch, Angela Merkel wegen ihrer guten persönlichen Umfragewerte "Parteiferne" vorzuwerfen. "Die Union braucht mehr Profil. Die arbeitnehmerfreundliche Finanzpolitik der CSU soll und wird dazu beitragen", sagte Huber.
 
Er verlangte von CDU und CSU "einen gewaltigen Anlauf", damit sie bis zur Bundestagswahl 2009 an die Beliebtheitswerte der Kanzlerin herankämen. "Ein Wahlkampf nach dem Motto: 'Auf die Kanzlerin kommt es an' wird nicht reichen. Mit Programm und Mannschaft muss die Union attraktiver werden. Das Ziel der Union auf Bundesebene muss sein: 40 plus X."

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