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 Dicht an dicht auf stehen Zelte und Wohnmobile.
Donnerstag, 31. Juli 2008
Camping-Platz wird knappSommer im Zelt
Jetzt noch kurz entschlossen in den Campingurlaub fahren zu wollen, erfordert Geduld und vielleicht auch den Verzicht auf das ganz große Gepäck.
Vor allem beliebte Campingplätze seien derzeit belegt, so der ADAC in München. Rund um den Gardasee zum Beispiel sei für spontane Camper kaum noch etwas zu holen. Nur Camper, die mit dem Zelt oder einem kleinen Wohnmobil unterwegs sind, hätten noch Chancen, auf die Schnelle ein freies Eckchen auf einer begehrten Anlage zu bekommen. Es sei allerdings sinnvoll, sich vorher beim Betreiber der Campinganlage über freie Standplätze zu informieren.
Bis zu 25 Sterne
Die Auswahl an Campingplätzen ist groß. Der ADAC selbst bewertet Campingplätze in fünf Kategorien und verteilt bis zu 25 Sterne pro Anlage. Geprüft werden Regina Ammel vom ADAC zufolge unter anderem die Standplatzgestaltung sowie Freizeit- und Einkaufsmöglichkeiten. Der eine wolle Bergsteigen, der andere Badeurlaub mit den Kindern machen, so Ammel. "Daraus können sich völlig unterschiedliche Anforderungen ergeben." Die sollte der Verbraucher in seine Planungen einbeziehen.
 Wird das Zelt zur Sauna, schläft man im schlimmsten Fall davor.
Unabhängig davon, welche Aktivitäten Camper in ihrem Urlaub verfolgen, müssen die Sanitäranlagen in Ordnung sein. "Camper sind schließlich darauf angewiesen, die Duschen und Toiletten nutzen zu können." Hinweise auf die Qualität von Campingplätzen geben Campingführer. Wer so ein Handbuch gerade nicht parat hat, macht am besten eine Platzbegehung, bevor er eine Entscheidung trifft. "Außerdem gibt es die Möglichkeit, Tageskarten zu kaufen", erklärt Ammel. Wenn es nicht gefällt, geht's am nächsten Morgen einfach weiter.
Der Hitze entgehen
Wer eine Hitzewelle erwischt und sein Zelt in eine Sauna verwandelt findet, dem rät Viktoria Groß vom Deutschen Camping Club (DCC) in München, immer wieder zu lüften. "Hat das Zelt zwei Eingänge, lüftet man mit Durchzug." Muss der Camper vor dem Urlaub ohnehin ein Zelt kaufen, trifft er dabei fast automatisch zusätzliche Vorsorge: "Die meisten neueren Zelte bestehen aus Materialien, die einen Teil der entstehenden Wärme ableiten", sagt Groß. Praktisch ist ein Modell mit Innenzelt: Hier kann die äußere "Haut" zum Lüften offengelassen werden, während die innere zu bleibt. So schwirrt auch kein Ungeziefer ins Zelt.
Ob altes oder neues Zelt: Auch in lauen Nächten bleibt es am ehesten kühl, wenn nicht mehr Menschen darin übernachten als vom Hersteller angegeben. Und lässt sich die Hitze überhaupt nicht in den Griff bekommen, gibt es laut der Expertin vom Deutschen Camping Club zumindest noch eine Notlösung: "Wer es gar nicht mehr aushält, kann sich nachts mit seinem Schlafsack einfach draußen neben das Zelt legen und dort schlafen".
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